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Wien (Bild: Pixapay, jpeter2)

„Wehmut kann lächeln, Trauer kann es nicht“

Vortrag und Lesung zu Friedrich Torbergs „Tante Jolesch“

Um den Autor und Publizisten Friedrich Torberg (1908-1979), der auch die Werke Ephraim Kishons übersetzt hat, ist es stiller geworden. Sein Buch „Tante Jolesch“ aber ist ein Dauerbestseller und man kann es in Bus oder Bahn, also in der Öffentlichkeit, nicht still vor sich hinlesen, ohne durch unwillkürliches plötzliches Auflachen aufzufallen. Gleichzeitig ist es unendlich wehmütig, denn die geschilderte Welt ist unwiderbringlich zerstört und vernichtet worden durch den Nationalsozialismus, den zweiten Weltkrieg, den Holocaust und den Kommunismus. Friedrich Torberg war ein Überlebender, der 1951 aus dem amerikanischen Exil zurückkehrte und weil er der allerjüngste Teilhaber der Caféhaus-Gesellschaften in Wien und Prag gewesen war, versuchte er den Geist und Witz des jüdisch-deutsch-österreichisch-böhmisch-ungarischen Bürgertums, seiner Künstler und Dichter, vorallem aber seiner „Käuze und Originale“ zu überliefern. Er wählte dafür keine langatmigen Beschreibungen, sondern die Form der Anekdote, eingekleidet in kleine rhetorische Meisterwerke.

Zeit: Mittwoch, 20. November 2019, um 16.00 Uhr
Veranstaltungsort: KWA Parkstift Aeskulap, Carl-Oelemann-Weg 11, 61231 Bad Nauheim.
Der Eintritt ist frei.

Die Germanistin Dr. Jasmin Behrouzi-Rühl befasst sich mit dem Buch „Die Tante Jolesch oder Der Untergang des Abendlandes in Anekdoten“ von Friedrich Torberg

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